Archiv für das Tag 'Jugendliche'

Thema der Woche: Woche des bürgerschaftlichen Engagements

Katarina Peranic 7. Oktober 2009

Stiftung Bürgermut präsentiert
und würdigt herausragende Projekte

Aktiv werden und Probleme angehen, statt zu resignieren – das ist das Motiv der bundesweit 23 Millionen Menschen in Deutschland, die sich ehrenamtlich engagieren. Mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit auf die Arbeit der Freiwilligen zu lenken, ihren Einsatz zu würdigen und anzuerkennen, startete am 2. Oktober 2009 in Berlin die fünfte Woche des bürgerschaftlichen Engagements unter dem Motto »Engagement macht stark«.

Die Stiftung Bürgermut in Berlin nahm dies zum Anlass, einige besonders herausragende Beispiele ehrenamtlich Aktiver stellvertretend für viele geniale Ideen zu präsentieren und zu würdigen. Geschäftsführer Uwe Amrhein und Stiftungsgründer Elmar Pieroth überreichten am 5. Oktober 2009 in Heppenheim dem Initiator der „Strahlemann-Initative“ , Franz-Josef Fischer, das Zertifikat als Weltbeweger für seine erfolgreiche Idee, mit einem Zusammenschluss von Firmen chancenlosen Hauptschülern einen Weg in die Berufswelt zu ebnen.

In gleicher Weise würdigte Elmar Pieroth in Eltville das KUZ – Zentrum für Soziale Psychiatrie Rheinblick , das vor 19 Jahren begann, schrittweise mit Hilfe kultureller Veranstaltungen eine Brücke zwischen Menschen innerhalb und außerhalb der Klinik aufzubauen. Seine Idee, Therapiebedürftige auf diese Weise auf ein neues Leben vorzubereiten, schloss mittlerweile auch eine kulturelle Lücke im ländlichen Rheingau und lockt Musik- und Kunstbegeisterte aus vielen Orten nach Eltville.

Regen und Wind trotzend ließen sich Uwe Amrhein und Elmar Pieroth auf den Treppen des Einkaufszentrums in Wiesbaden-Schelmengraben von den einfachen und gleichsam wirkungsvollen Ideen des Projekts „Kunstkoffer“ beeindrucken. Umringt von begeisterten Kindern, die wöchentlich unter Anleitung von Titus Grab mit Farben, Ton, Papier, Holz und Metall experimentieren, überreichten sie das Zertifikat, das die Aufnahme in das Vernetzungsportal Weltbeweger für Deutschlands Engagierte dokumentiert.

Thema der Woche: Noch keinen Ausbildungsplatz?

Stiftung Bürgermut 10. August 2009

Deutschlandweit sind Jobhelfer für Schulabgänger 2009 im Einsatz

In wenigen Tagen ist es so weit: Tausende Schulabgänger beginnen ihre Ausbildung. Doch nicht allen glückt der Start ins Berufsleben. Jährlich bleibt jeder siebte Jugendliche in Deutschland ohne Lehrstelle. Für die betroffenen Schulabgänger heißt das: Aktiv weiter suchen und die Zeit bis zum nächsten Vorstellungsgespräch beim potentiellen Ausbildungsbetrieb nutzen, um sich fit für die Bewerbung zu machen und eventuelle Lerndefizite auszugleichen.

Hierbei hilft die Bundesagentur für Arbeit mit zahlreichen Programmen zur Jobwahl, zum Bewerbungscoaching sowie praktischen Vorbereitungskursen auf den Start in einen Wunschberuf und alternativen Bildungsangeboten. Daneben gibt es deutschlandweit eine Reihe ehrenamtlicher Hilfsangebote für Schulabgänger, die bislang ohne Ausbildungsplatz da stehen. Unter „Beruf(ung) und Arbeitswelt“ in der Suchanfrage auf der Online-Plattform Weltbeweger finden sich bundesweit Projekte, die Wege aufzeigen, Jugendliche in Ausbildungsplätze zu vermitteln bzw. die Tipps zum Job-Coaching, zur Gewinnung von Ausbildungsressourcen und regionalen Vermittlungsoffensiven geben.

Das Netzwerk Ausbildung st.ar.k Weiterstadt bündelt beispielsweise ehrenamtliche Mitarbeiter aus Unternehmen, Schulen und Kirchen, die als Jobvermittler fungieren.

Die Jobfinder Hamburg riefen die „Koordinierungsstelle Ausbildung“ ins Leben, um speziell Hauptschülern mit schlechter Vermittlungsprognose durch Einsätze in verschiedenen Unternehmen Praxiserfahrungen zu vermitteln und erste Kontakte zu potentiellen Lehrbetrieben herzustellen.

Die Projektbeteiligten des Jobcoaching Tuttlingen ermöglichen benachteiligten Jugendlichen eine persönlichkeitsfördernde Ausbildung mit sozialpädagogischer Betreuung durch Sozialarbeiter.

Sabine Henkel